Technische Faktoren

Attraktivität und Sicherheit steigern

Durch den Einsatz technischer Faktoren bei der Ladengestaltung und Warenpräsentation demonstrieren Einzelhandelsunternehmen Attraktivität und Leistungsfähigkeit. Technische Faktoren können sich dabei wesentlich auf die Einkaufsatmosphäre auswirken.

1 Einsatzmöglichkeiten
Zu den technischen Faktoren im Bereich der Raumgestaltung zählen Komponenten wie Rolltreppen, Aufzüge, Klimaanlagen oder automatische Eingangstürenanlagen. Sie erhöhen den vom Kunden erlebten Komfort und steigern die Attraktivität der Verkaufsfläche. Außerdem wirkt sich der Einsatz technischer Faktoren auf die Raumsicherheit, den Sanitär-Bereich und Heizungsanlagen aus.

Die Attraktivitätssteigerung muss sich aber auch in höheren Umsätzen niederschlagen, denn die Installation technischer Anlagen ist häufig mit hohen Investitionskosten verbunden. Es gilt die Faustregel: Je ausgefeilter die Technik, desto höher die Investition. So sollte dem Einsatz technischer Faktoren in der Verkaufsraumgestaltung immer eine umfassende Kosten-Nutzen-Analyse vorangehen. Auch die Einhaltung gesetzlicher Anforderungen muss berücksichtigt werden.

2 Ladenatmosphäre
Rolltreppen beispielsweise verändern das Gesamtbild einer Verkaufsfläche wesentlich. Der Kunde gewinnt während der Fahrt auf der Rolltreppe schneller einen Überblick über den Verkaufsraum, als dies sonst möglich wäre. Dabei sollte beachtet werden: Die Ausgestaltung der technischen Faktoren sollte möglichst gut in das Gesamtbild der Verkaufsraumgestaltung und Warenpräsentation integriert werden und bewusst die Atmosphäre in den Verkaufsräumen beeinflussen. So trägt der Einsatz von Klimaanlagen zu einer angenehmen Atmosphäre an heißen Sommertagen bei, auf der anderen Seite regelt zum Beispiel die Steuerung einer Heizanlage über programmierbare Raumthermostate die Raumtemperatur im Winter.

3 Sicherheit
Verkaufsraumgestaltung und Einkaufsatmosphäre sind zwei Elemente, die unmittelbar vom Kunden wahrgenommen werden. Etwas anders sieht es bei der Raumsicherheit aus. Die Installation technischer Komponenten, wie etwa einer Alarmanlage, wird vom Kunden nicht direkt wahrgenommen, der Nutzen für den Einzelhandelsunternehmer in Form der Absicherung gegen Diebstahl und Einbruch ist aber in jedem Fall gegeben. Ähnlich sieht es bei Investitionen im Bereich des Brandschutzes - zum Beispiel in Form von Rauchmeldern - aus.

Eine Ausnahme im Bereich der Raumsicherheit stellt der Einsatz von Überwachungsspiegeln und Videokameras dar. Sie werden vom Kunden direkt wahrgenommen; eventuell fühlt sich der Kunde beim Kauf beobachtet, was in manchen Branchen, wie etwa Textilien oder Schuhe, als unangenehm empfunden werden kann. Auf der anderen Seite werden potenzielle Langfinger abgeschreckt. Hier muss zwischen dem Sicherheitsaspekt durch Abschreckung und einer Form der „Belästigung“ des Kunden abgewogen werden.

4 Gesetzliche Grundlagen
Der Bereich der gesetzlichen Anforderungen tangiert in der Regel Mindestbestimmungen zur Interessenvertretung der Arbeitnehmer. Selten ist hier eine direkte Verbindung zum Kunden gegeben. So muss zum Beispiel jedes Unternehmen nicht nur im Verkaufsbereich, sondern auch in der Administration oder im Lager für die Einhaltung von Mindestraumtemperaturen sorgen. Genauso müssen sanitäre Anlagen je nach Unternehmensgröße bzw. Mitarbeiterzahl gesetzlichen Mindestanforderungen entsprechen.

Technische Faktoren kommen hier ins Spiel, da sie helfen, Investitionen, die auf gesetzlichen Anforderungen gründen, komfortabler, bedienungsfreundlicher, ästhetischer, oder wie etwa im Bereich der sanitären Anlagen hygienischer umzusetzen.

5 Innovationen
Neben den etablierten, technischen Elementen wie Rolltreppen oder automatischen Eingangstürenanlagen sind eine Reihe weiterer Elemente entwickelt worden, die sich neuer Techniken im Verkaufsbereich bedienen: So sind zum Beispiel viele Verkaufsstände in Einzelhandelsläden nicht mehr zeitgemäß gestaltet. Dort stehen die Kunden vor Regalen, in denen die Waren mit Preisauszeichnung liegen.

Dabei setzen technische Faktoren der Fantasie im Verkaufsraum schon lange keine Grenzen mehr. Es gibt heute bereits „sprechende“ Regale, die mit freundlicher Stimme das Produkt erklären. Oder man kann auf Knopfdruck einen Verkäufer herbeirufen. In Baumärkten bereits sehr verbreitet ist das Display, mit dem Kunden ihr Produkt finden können. Auf Bildschirmen werden neue Produkte vorgestellt. Obsthändler beleuchten ihren Obststand mit besonderem Licht, das auch ältere Ware wie frisch geerntet aussehen lässt. Ebenfalls zur Technik zählen Einrichtungen für professionelles Duftmarketing.

6 Fazit
Der Einsatz technischer Faktoren im Verkaufsbereich wird noch stark zunehmen. Der Komfort, die Verkaufsraumatmosphäre sowie das Kauferlebnis werden dadurch kontinuierlich gesteigert. Dabei gibt es technischer Faktoren, die direkt vom Kunden wahrgenommen werden, sowie Faktoren, die eher „versteckt“ arbeiten.

Aus Sicht des Einzelhandelsunternehmers bringt der Einsatz technischer Hilfsmittel vor allem ein erhöhtes Umsatzpotenzial durch eine stärkere Attraktion von Kunden. Hinzu kommt eine verbesserte Sicherheit zum Beispiel durch Verkaufsraumüberwachung. Kritischer Punkt sind die Investitionskosten für technische Anlagen. Hier kann keine allgemeingültige Aussage über den optimalen Grad an technischer Ausstattung eines Unternehmens gemacht werden. Für jeden Einzelfall muss hier eine spezifische Gegenüberstellung von Kosten und Nutzen erfolgen.







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