Klimaanlage

Gegen dicke Luft im Laden

Hitze und Schwüle wirken sich negativ auf die Einkaufslust der Kunden aus und mindern die Leistungsfähigkeit der Mitarbeiter. Klimaanlagen kühlen und entfeuchten die Raumluft und schaffen so ein angenehmes Raumklima.

1 Funktionsweise
Eine Klimaanlage funktioniert im Prinzip wie ein Kühlschrank. Sie besitzt einen Kältekreislauf, in dem das Kühlmittel zirkuliert. Dieses nimmt eine bestimmte Menge an Wärme auf und transportiert sie nach außen, so dass es innen angenehm kühl bleibt.

Positive Nebeneffekte von Klimaanlagen: In vielen Fällen sind sie nicht nur zum Kühlen von Luft einsetzbar, sondern sie arbeiten auch als leistungsstarke Entfeuchter. Zu hohe Luftfeuchtigkeit kann Gebäude und Inventar schädigen. Durch Klimageräte werden feuchte Wände, muffige Gerüche, Rost, Schwitzwasser und Schimmelbildung verhindert. Darüber hinaus reinigen die meisten Klimageräte durch integrierte Filter die zu kühlende Luft. Einige Klimageräte können im Winter auch mittels des umkehrbaren Kältekreislaufes zum Heizen eingesetzt werden. Durch diese vielfältigen Vorteile rentiert sich die Anschaffung einer Klimaanlage rasch.

Bei der Auswahl der geeigneten Klimaanlage müssen verschiedene raumspezifische Faktoren berücksichtigt werden: Raumfläche, Raumhöhe, Sonneneinstrahlung, durchschnittliche Anzahl der Personen im Raum sowie die maximale Außentemperatur. Ein Beispiel dazu: In einem 50 qm großen Raum mit 2,5 m Deckenhöhe, vier Fenstern mit Sonneneinstrahlung und durchschnittlich drei Personen im Raum wird eine Klimaanlage mit mindestens 5.500 Watt Kühlleistung benötigt.

Einen Überblick darüber, was es bezüglich des Klimas und der Temperatur im Laden alles zu beachten gilt, zeigt eine Checkliste.

Checkliste: Temperatur/Klima im PDF-Format


2 Gerätetypen
Generell differenziert man zwischen mobilen Klimageräten in Kompakt- oder Splitausführung und Einbau-Klimageräten (Wandmodelle, Deckeneinbaumodelle oder Kassettenmodelle). Letztere können des weiteren in Mono-Split- und Multi-Split-Geräte unterteilt werden.

Mobile Klimageräte in Kompaktausführung eignen sich aufgrund ihrer eingeschränkten Leistungsfähigkeit nur bis zu einer Raumgröße von ca. 70 qm. Mobile Klimageräte in der Split-Ausführung sind in Räumen bis 130 qm einsetzbar. Einbau-Klimageräte eignen sich in der Regel für Raumgrößen bis 230 qm, je nach Einfluss der weiteren raumspezifischen Faktoren.

Wandgeräte sind besonders für den Einsatz in Büros konzipiert. Durch zeitgemäßes Design fügen sich die Geräte in den meisten Fällen gut in die Umgebung ein. Die Leistung von Wandgeräten liegt bei 2.000 bis 8.000 Watt.

Truhengeräte wiederum eignen sich für die Klimatisierung von Ladenlokalen oder Büros. Ein Nachteil ist der hohe Platzbedarf. Durch individuelle Farbgestaltung lassen sich Truhengeräte attraktiv gestalten. Die Leistung bei Truhengeräten liegt bei 2.500 bis 9.000 Watt.


(Quelle: Airwell)

Deckenkassettengeräte sind für den universellen Einsatz in Ladenlokalen oder Büros konzipiert. Sie werden in die Decke eingebaut, so dass nur die Verblendung mit den einzelnen Luftauslässen sichtbar bleibt. Durch eine relativ geringe Einbauhöhe von ca. 30 cm lassen sie sich in nahezu jede abgehangene Decke einbauen. Deckenkassettengeräte sind platzsparend und unauffällig. Sie bieten eine Leistung zwischen 2.500 und 14.000 Watt.

Zu den Kosten: Mobile Klimageräte in Kompakt-Ausführung kosten ab 600 Euro, in Split-Ausführung ab 1.300 Euro. Einbau-Geräte werden ab 2.000 Euro zuzüglich Montage angeboten. Als laufende Kosten fallen Stromverbrauch, Reinigung und Wartung an.

Eine Alternative zur herkömmlichen Klimaanlage ist ein Kaltwasser-Klimasystem, das aus einem Kaltwassererzeuger und den dazugehörigen Innengeräten besteht. Die vom Hersteller in der Regel anschlussfertig gelieferte Kompakteinheit braucht nur an das Leitungsnetz angeschlossen zu werden.

3 Fazit
Klimaanlagen sind ein notwendiger technischer Faktor eines Einzelhandelsgeschäftes. Deren Einsatz verschafft angenehme Raumtemperaturen, sorgt für eine gute Einkaufsstimmung bei den Kunden, vermindert Stress und steigert die Leistung der Mitarbeiter.






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