Aufzüge

Kundenfrequenz auf Etagen erhöhen

In mehrgeschossigen Einzelhandelsgebäuden ist er ein sicherer und schneller Weg zur Überwindung von Etagen: der Aufzug. Er dient der Personenbeförderung oder dem Warentransport. Man unterscheidet zwischen Personen-, Waren- bzw. Kleingüter- sowie Lastenaufzügen. Heutzutage gelten Aufzüge als selbstverständliche Einrichtung zur Gewährleistung eines reibungslosen Etagenverkehrs.

1 Personenbeförderung
Personenaufzüge sind – wie ihr Name schon sagt - vorwiegend für den Transport von Personen bestimmt. Die meisten Aufzüge fungieren als Personenaufzüge. Die maximale Anzahl von Personen, die in einem Aufzug befördert werden dürfen, wird durch die Fläche des Fahrkorbs begrenzt. Die Angaben auf dem Tragkraftschild, zum Beispiel 630 kg oder 8 Personen, berücksichtigen ein mittleres Normgewicht von 75 kg pro Person. Aufzüge verfügen in der Regel über Nutzlasten zwischen 320 kg (4 Personen) und 2.500 kg (33 Personen). Die Fahrtgeschwindigkeit liegt zwischen 0,6 und 4 Metern pro Sekunde. Die Förderhöhen betragen bis zu 65 Metern bzw. 30 Haltepunkten, der Antrieb erfolgt per Seil oder Hydraulik.

2 Anforderungen an Aufzüge
Je nach Einsatzbereich sind bei der Festlegung der erforderlichen Fahrkorbgröße von Personenaufzügen besonders die folgenden Gesichtspunkte zu berücksichtigen:
- eine für Rollstühle geeignete Größe,
- eine geeignete Fahrkorbgröße für den Transport von Kinderwagen,
- eine geeignete Größe für das Mitnehmen von Tragetaschen oder Einkaufswagen.

In Warenhäusern tragen Personenaufzüge wesentlich dazu bei, die Kundenfrequenz in nicht ebenerdigen Verkaufsflächen zu erhöhen.

Die Investitionskosten für einen Personenaufzug mit einer Nutzlast von 630 kg und einer Förderhöhe von 9 Metern liegen bei rund 30.000 Euro. Zudem fallen laufende Kosten für Energie, Reinigung, Wartung und TÜV-Gebühren an.

Die Sicherheitsvorschriften und Normen für den Betrieb eines Aufzuges sind umfangreich. Aus Überlegungen zur Fahrgastsicherheit ist es zum Beispiel Vorschrift, dass jeder Aufzug über ein in beiden Richtungen funktionierendes Kommunikationssystem verfügt, das eine ständige Verbindung mit einem Notdienst ermöglicht. Hierfür fallen weitere Kosten an.

Einen Überblick darüber, was es bei der Installation von Aufzügen alles zu beachten gilt, zeigt eine Checkliste.

Checkliste: Aufzüge im PDF-Format


3 Aufzug-Design
Die individuelle Gestaltung des Kabinendesigns gewinnt immer mehr an Bedeutung. Akzente können zum Beispiel durch die Gestaltung der Fahrkorbbeleuchtung oder der Innenausstattung gesetzt werden. Die Hauptanforderung an die Anbieter von Aufzugssystemen ist die architektonische Einbindung des Aufzugs in das Gesamtkonzept des Gebäudes.

Panorama- und Glasaufzüge stellen eine Verbindung zwischen Technik und Architektur dar. Panoramaaufzüge sind Personenaufzüge mit teil- oder ganzverglasten Fahrkörben. Sie gelten als ein repräsentatives, gestalterisches Gebäudeelement. Funktionalität und Design werden hier verbunden. Allerdings sind bei Panorama- und Glasaufzügen neben den hohen Investitionskosten die laufenden Reinigungskosten zu beachten, die unter Umständen einen erheblichen Kostenfaktor darstellen.

Einzelhandelsbetriebe stehen häufig vor der Entscheidung, ob notwendige Modernisierungen älterer Aufzugsanlagen durchgeführt werden sollen. Da die Kunden in mehrstöckigen Gebäuden erwarten, dass ein Aufzug vorhanden ist, kann auf notwendige Modernisierungsmaßnahmen kaum verzichtet werden. Modernisierung bringt zudem einigen Nutzen: Durch Energieeinsparungen und reduzierten Reparaturbedarf verbessert sich die Wirtschaftlichkeit. Zudem wird die Sicherheit bzw. Zuverlässigkeit der Anlage erhöht sowie der vom Kunden erlebte Komfort beim Einkauf gesteigert. Einige Anbieter haben sich neben dem Einbau neuer Anlagen deswegen auf die Durchführung von Modernisierungsmaßnahmen spezialisiert.

4 Gütertransport
Güteraufzüge lassen sich in Waren- bzw. Kleingüteraufzüge und Lastenaufzüge unterteilen.

Warenaufzüge sind ausschließlich für den Transport von Gütern bestimmt. Personentransport ist verboten und aufgrund der Größe auch schwer möglich. Bei einer maximalen Tragfähigkeit von 300 kg darf die Fahrkorbgrundfläche 1 qm und die Fahrkorbhöhe 1 m nicht überschreiten. Die Fahrtgeschwindigkeit liegt zwischen 0,3 und 2 Metern pro Sekunde. Der Antrieb erfolgt - wie bei Personenaufzügen - über Seil oder Hydraulik. Warenaufzüge können eine zentrale Rolle innerhalb von Lagersystemen einnehmen, oder sie dienen einfach der Umlagerung von Waren. Ein Warenaufzug mit 300 kg Nutzlast und 2 Haltestellen kostet ca. 7.500 Euro. Zu den laufenden Kosten zählen Strom, Reinigung, Wartung und TÜV-Gebühren.

Lastenaufzüge sind vorwiegend zur Beförderung von Lasten, die von Personen begleitet werden, bestimmt. Lastenaufzüge sind somit größer und teurer als Warenaufzüge. Im Handelsbereich sind Lastenaufzüge eher selten.

5 Fazit
In Handelsbetrieben, in denen eine Rolltreppe nicht realisierbar ist, sind Personenaufzüge häufig unentbehrlich. Rolltreppen haben Aufzüge in ihrer Bedeutung zwar zurückgedrängt, doch Wirtschaftlichkeit, Sicherheit, Zuverlässigkeit, Komfort und nicht zuletzt Platzersparnis sprechen für den Einsatz von Aufzügen in Handelsbetrieben. Personenaufzüge eignen sich für alle Branchen, die jeweilige Unternehmensgröße spielt keine wesentliche Rolle. Warenaufzüge leisten eine schnelle und unkomplizierte Beförderung von Waren. Sie tragen zur Optimierung der Warentransporte bei. Den Mitarbeitern bleibt dadurch mehr Zeit, ihren eigentlichen Aufgaben - Beratung und Verkauf - nachzugehen.






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