Supermärkte
Profilierung durch Frische und Convenience
Supermärkte sind Einzelhandelsbetriebe, die auf einer Verkaufsfläche von mindestens 400 qm Nahrungs- und Genussmittel einschließlich Frischwaren und ergänzend Waren anderer Branchen vorwiegend in Selbstbedienung anbieten. Der klassische Standort des Supermarktes ist in der Stadt, nur in Ausnahmefällen liegt er in der Peripherie.
1 Entwicklung der Supermärkte
Seit dem Aufkommen der ersten Supermärkte Anfang der 60er Jahre kannte die Branche über 25 Jahre nur Wachstum in Bezug auf Anzahl und Fläche. Gleiches gilt für den Umsatz. Die Wende wurde 1995 eingeläutet. Seitdem sind die Zahlen rückläufig.
Durch die Dynamik im Handel war auch der Supermarkt zu Veränderungen gezwungen, die folgende Maßnahmen umfassten:
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Umstellung auf ein niedrigeres Preisniveau im haltbaren Lebensmittelsortiment, allerdings mit gemischt kalkulierten Frischwarenlinien (mindestens 50 Prozent), |
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Umstellung auf Service-Intensivierung ohne zu starken Kalkulationsrückgang, |
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Spezialisierung, |
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gezielte Aktionspolitik, |
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verstärkte Marktkommunikation, |
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hochentwickelte Warenpräsentation. |
2 Erfolgsfaktoren
Das jahrelange Wachstum in den Supermarkt-Linien belegt die Akzeptanz seitens der Konsumenten. Qualität, Sortimentsbreite, Frische und Service sowie die Ladenatmosphäre werden vom Verbraucher honoriert. Dennoch steht der Supermarkt am Scheideweg. Eine weitere Erhöhung des Service, der Bequemlichkeit und der Information belasten das Preisniveau. Für Erlebniskomponenten sind die Verkaufsflächen in der Regel zu klein.
Und dennoch werden die Unternehmen zukünftig nur dann ihre Marktpräsenz stärken können, wenn sie ihre Kundenbeziehungen persönlicher gestalten und auch Marktinformationen schneller verarbeiten können. Insofern dürfte die Informationstechnologie zu einem wichtigen Baustein innerhalb der Supermärkte werden. Eine Profilierungsmöglichkeit wird zudem stetig durch das Frischesortiment und das Convenience-Angebot gegeben sein. Es wäre jedoch vermessen, das Wachstum der Vergangenheit fortzuschreiben.
3 Fazit
| Rahmenbedingungen, die für eine positive Entwicklung sprechen: |
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Rahmenbedingungen, die für eine negative Entwicklung sprechen: |
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• Convenience: Nähe, Bequemlichkeit, Frische
• Persönliche Kundenansprache
• Stammkunden
• Hohe Flächenproduktivität
• Möglichkeit der Filialisierung
• Kaum Standortrestriktionen |
• Sortimentsnachteile gegenüber der Konkurrenz Verbrauchermärkte
• Preisniveau
• Hohe Mietkosten
• Darstellungs- und Profilschwächen
• Verkehrsanbindungsprobleme
• Logistikprobleme
• Schwache Mitarbeiterqualifikation |
| Fazit: Der Supermarkt steht am Scheideweg. Die Wachstumsraten der Vergangenheit sind nicht mehr zu erzielen. |