Kioske Trinkhallen
Historisch gewachsene Betriebsform
Bei Kiosken oder Trinkhallen handelt es sich um kleine, individuelle Verkaufsstellen (manchmal ehemalige Lebensmittelgeschäfte).
1 Merkmale
Kioske oder Trinkhallen sind zum Teil begehbar, aber meist findet der Verkauf nur durch ein Fenster oder eine schalterähnliche Öffnung statt. Die Verkaufsfläche schwankt zwischen 3 qm bei Fensterkiosken und 100 qm bei begehbaren Kiosken. Es gibt ganzjährig geöffnete Kioske oder Saisonkioske, zumeist in touristischen Gegenden, die außerhalb der jeweiligen Saison geschlossen sind. Kioske und Trinkhallen sind meist historisch gewachsen und nicht in allen Gegenden Deutschlands gleichermaßen anzutreffen.
Für den herkömmlichen Kiosk gibt es neue Konzepte, die beim äußeren Erscheinungsbild ansetzen. Architekten entdecken dieses Segment und liefern komplette Entwürfe für funktionelle Kioske mit einem dem Standort angepasstem Design.
2 Sortimentsstruktur
Die größten Umsatzanteile werden bei Kiosken durch die klassischen Sortimente Tabakwaren, Getränke und Zeitungen/Zeitschriften erzielt. Süßwaren und Lebensmittel haben eine vergleichsweise untergeordnete Bedeutung. Wegen der größeren Handelsspanne im Vergleich zu Zigaretten und Presseerzeugnissen sowie zur Stärkung des Impulscharakters sind diese Sortimentsteile aber neben den Getränken für die Kioske unerlässlich und gewinnen bei einer Umstrukturierung in Richtung eines Convenience-Shops verstärkt an Gewicht.

3 Fazit
In diesem Segment ist ein immer noch weitgehend schlummerndes Marktpotenzial. Die Entwicklung der Tankshops hat gezeigt, welche Lücke die verschwundenen Tante-Emma-Läden hinterlassen haben und wie groß der Bedarf an zeitgemäßer, convenience-orientierter Versorgung ist. Das Angebot der Kioske muss sich jedoch viel stärker am Bedarf der Verbraucher im unmittelbaren Einzugsgebiet orientieren und ist nur mit deutlich erhöhter Flexibilität in der Sortimentsgestaltung unter einem Filial- oder Franchisekonzept multiplizierbar.