Convenience Stores
Totale Kundenorientierung
Zeitsparende, multifunktionale Produkte und Dienstleistungen werden für den Freizeit- und Alltagskonsum immer wichtiger und führen bei den Konsumenten zu einer zunehmenden Convenience-Orientierung. Im Convenience-Handel wird das Sortimentsangebot schon mal mit dem Begriff Vergesslichkeitsbedarf umschrieben. Der Einkauf erfolgt eher artikelweise, wobei das überschaubare Angebot geeignet ist, den Käufer auch auf andere Produkte aufmerksam zu machen. Somit rücken die Sortimente in die Nähe von Impulskaufware.
1 Eigenschaften von Convenience Stores
Die Convenience Stores oder Shops verfügen über die folgenden Charakteristika:
- verlängerte Öffnungszeiten und Öffnung an Wochenenden,
- zentrale Lage der Geschäfte in der Nachbarschaft,
- zeitsparende Kombination mit anderen Dienstleistungen,
- kurze Wege im Laden (kleine Verkaufsfläche),
- persönlicher Kontakt,
- oft zusätzlicher Service.
2 Standorte
Die Outlets des Convenience-Handels sind in Konzept und Verbreitung eher auf häufige Besuche derselben Kunden angelegt, sofern sie nicht an ausgesprochen frequenzstarken Standorten liegen. So kann unterschieden werden in
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Häufig-Frequenz-Standorte, welche von denselben Kunden öfter frequentiert werden, |
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Multi-Kunden-Standorte, an welchen sich zwar viele Kunden gleichzeitig aufhalten, ein und derselbe Kunde aber selten anzutreffen ist, |
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Verweil-Standorte, an welchen sich die Besucher aufgrund der Eigenart des Angebots zwangsläufig oder häufig länger aufhalten (zum Beispiel Freizeitparks, große Möbelhäuser). |
3 Erfolgsfaktoren

Die zentralen Erfolgsfaktoren für den Convenience-Handel im Allgemeinen und Convenience-Shops im Besonderen sind:
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modulare Sortimente bzw. Bausteine: standortspezifische Sortimente, breites Sortiment (weniger tiefes), |
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totale Kundenorientierung: Bequemlichkeit, One-Stop-Einkauf, längere Öffnungszeiten, Nähe zum Kunden, persönliche Kommunikation, Serviceleistungen, |
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Frequenzbringer: Zigaretten, gekühlte Getränke, Fast-Food, Zeitungen/Zeitschriften, |
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Renner-Artikel-Philosophie, |
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Eigenständigkeit vor Ort, aber hohe Beschaffungskompetenz bzw. effizientes Informationsmanagement gegebenenfalls durch (System-)Partner. |
4 Zielgruppen
Der Bereich Convenience wird nicht nur aus Zeitknappheit frequentiert. Die Zielgruppen sind sehr vielfältig. Die Kunden sind:
- Singles,
- Impulskäufer aller Altersgruppen,
- Kernzielgruppen: Ein- und Zwei-Personenhaushalte,
- häufig Doppelverdiener mit wenig Zeit,
- rüstige Senioren,
- Nachtschwärmer,
- Reisende,
- Vergesslichkeitskäufer.
Die Kundenwünsche in diesem Bereich sind:
- bequeme Erreichbarkeit,
- Parkmöglichkeiten,
- lange Öffnungszeiten,
- freundliche Atmosphäre,
- persönlicher Kundenkontakt (Stammkunden-Feeling),
- keine Wartezeiten,
- Renner-Sortimente,
- zusätzliche Dienstleistungen,
- Gastronomie-/Schnellverzehrangebote,
- Zahlen mit Kredit-/Scheckkarte,
- Trendprodukte bzw. Innovationen.
5 Strategien
Wichtige Voraussetzungen für ein weiteres Wachstum sind:
- flächendeckendes Angebot an Convenience-Outlets,
- professioneller Auftritt,
- breites, frischebetontes Sortiment,
- weitergehende Liberalisierung des Ladenschlussgesetzes,
- Fortsetzung des Wertewandels in der Bevölkerung.
Die Category-Module der Sortimente verfolgen das Ziel, bedarfs- und standortgerechte Optimierung von Kleinflächen zu erreichen. Dazu gehören
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Kernmodule: Getränke, Süßwaren, Tabakwaren, Presse, Lebensmittel, Eis, |
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Plusmodule: Tiefkühlkost, Frische, Non Food, Körperpflege, Tiernahrung, |
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Servicemodule (Gastronomie/Dienstleitung): Backshop, Bistroecke, Lotto/Toto, Kaffeedepot etc. |
6 Fazit
Convenience Stores kommen dem Konsumententrend der Bequemlichkeit entgegen. Der klassische Einzelhandel kann zum Beispiel durch das Angebot einer Kaffee-Bar oder eines Schnellimbisses im Laden davon profitieren.