Automaten

Vom Kaffee bis zum Komplettmenü

Zigarettenautomaten bilden die größte Gruppe der Warenautomaten. Danach folgen Getränke- und Verpflegungsautomaten (Heißgetränke-Automaten, Kaltgetränke-Automaten, Snack- und Verpflegungs-Automaten).

1 Standorte
Aufgestellt werden Automaten vor allem an stark frequentierten, der Öffentlichkeit zugänglichen Stellen wie Bahnhofshallen, Bushaltestellen, Kinokassen, Fußgängerzonen, in und vor Einzelhandelsgeschäften oder an Kioskwänden. Aber auch zum Beispiel in großen Hotelhallen ersetzen Automaten den kleinen Shop für Impulsartikel. In Kantinen sowie Universitäten, Schulen und Bibliotheken werden zunehmend Automaten aufgestellt, die hier den Vorteil der Einsparung von Kantinenpersonal bieten.

Etwa 90 Prozent der Getränke- und Verpflegungsautomaten befinden sich innerhalb von Betrieben. Sie dienen zuvorderst der Verpflegung zwischendurch.

2 Sortiment
Bei der Sortimentsauswahl spielen Faktoren wie Verderblichkeit, Größe und Gewicht der Produkte sowie Beratungsnotwendigkeit eine entscheidende Rolle. Produkte aus Verpflegungsautomaten sind im Wesentlichen:
- Kaffee, Cappucino, Espresso, Kakao, Tee, Suppen,
- Süßwaren,
- Snacks,
- Eiscreme,
- Salate,
- Belegte Brötchen,
- Kuchen und sonstige Dauerbackwaren,
- Fleisch- und Wurstwaren (Frikadellen, Mini-Salamis etc.),
- Erfrischungsgetränke (verpackt oder frisch),
- Molkereiprodukte (Milch-Mixgetränke, Joghurt, Quark etc.),
- Komplettmenus.

Hinzu kommen andere Waren des täglichen Bedarfs, wie Taschentücher, Hygieneartikel oder ähnliches.

3 Perspektiven
Während sich der Markt für Heiß- und Kaltgetränke weitgehend gesättigt zeigt, werden Zuwächse bei den Snack- und Verpflegungsautomaten registriert.

Unschlagbarer Vorteil der Automaten ist die fast unmittelbare Verfügbarkeit der Ware rund um die Uhr an 365 Tagen, der Nachteil hingegen ist die Abhängigkeit von Kleingeld. Zudem sind die Automaten selten mit Münzwechslern ausgestattet. Ein weltweit gültiger Mobilfunk-Standard soll aber das mobile Bezahlen per Handy überall möglich machen.

Das Interesse richtet sich derzeit verstärkt auf das Public-Vending. Gemeint sind damit Standorte mit starker Frequenz und entsprechendem Publikum, also insbesondere im Convenience-Handel, aber ebenso Freizeiteinrichtungen, Sportstätten und ähnliches. Gleichzeitig drängt zunehmend die Catering-Branche in den Markt (Stichwort: Komplettmenüs).

Welche Dimensionen der Automatenverkauf in Zukunft annehmen kann, zeigt folgendes Beispiel: Heiße Nudelgerichte zum Selbstzusammenstellen sollen aus dem Automaten verkauft werden. In kürzester Zeit werden die Nudeln auf Knopfdruck im Automaten tellerfertig erhitzt. Die dazu gewünschte Soße wird separat gewählt. Zunächst ist offenbar weniger an den Stand-alone Einsatz gedacht. Der Automat soll eher in Imbissen zur Anwendung kommen, wobei insbesondere die Nachfrage im Take-Away-Geschäft bedient werden soll. In einer handlichen Pappschale sind Pasta für den Verzehr unterwegs geeignet.


4 Fazit
Automaten kommen dem Convenience-Trend und dem knappen Zeitbudget der Konsumenten entgegen und werden deshalb weiter an Bedeutung gewinnen. Zahlreiche technische Innovation sind zu erwarten.






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