| Frequenz-/Passantenzählungen
Die Frequenz – also die Zahl der Passanten bzw. potenziellen Kunden, die in einem bestimmten Zeitraum an einem Geschäft vorbeigeht oder es betritt – ist ein wichtiger Standortfaktor für einen Einzelhändler. Je nach Standortlage und Art der Anbindung kann ein Handelsbetrieb von den dort vorhandenen Frequenzen (Pkw und/oder Passanten) profitieren. Dabei kann als Ursache der Frequenzstärke die Attraktivität des eigenen Betriebs oder diejenige der im Umfeld ansässigen Betriebe in Frage kommen.
Die Erhebung von Passantenfrequenzen an bestimmten Standortlagen dient somit zur Quantifizierung der grundsätzlichen Attraktivität einer Einzelhandels- bzw. Geschäftslage. Aus dieser Quantifizierung sind Rückschlüsse auf die verbraucherseitige Akzeptanz des Standortes insgesamt sowie die potenzielle Kundenanzahl für anliegende Unternehmen möglich.
Frequenz- oder Passantenzählungen erfolgen durch reine Beobachtung in einem räumlich abgegrenzten Bereich und einem zuvor definierten Zeitabschnitt (ganzer Tag oder nur einzelne Stunden). Innerhalb des definierten Zeitraums werden einzelne Intervalle gezählt, die zunächst zu einem einzelnen Stundenwert verdichtet werden. In der Regel werden für die Hochrechnung eines Stundenwertes ca. 40 Minuten reine Zählung benötigt.
Die für die Gesamtauswertung notwendigen Einzel-Zählergebnisse werden mit Hilfe von „Strichlisten“ oder so genannten „Postenzählern“ ermittelt. Grundsätzlich ist es mit den Mitteln der modernen Technik auch möglich, Besuchsfrequenzen von Handelshäusern durch spezielle, in den Eingangsbereichen installierte elektronische Messapparate festzuhalten. Für die Messung von Frequenzen in Fußgängerzonen oder Einkaufsstraßen sind diese Messeinrichtungen derzeit allerdings (noch) nicht geeignet.
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