Aktionen

Unter einer Aktion sollen an dieser Stelle Verkaufsförderungsmaßnahmen verstanden werden, die sich an die gesamte Öffentlichkeit wenden, d.h. sowohl an Kunden als auch an Nicht-Kunden eines Handelsunternehmens.

Aktionen gehören seit langem zum Standardrepertoire in der Werbung von dynamisch geführten Einzelhandelsbetrieben. Über die reinen Preisaktionen hinaus haben Aktionen in der Regel bestimmte Themen oder Anlässe. Allen Aktionen gemeinsam ist, dass die aufgrund des meist hohen Aufwandes und der beabsichtigten Publikumswirkung einer intensiven Vorbereitung bedürfen.

Planung für gelungene Aktionen im Word-Format

1. Jahreszeitliche Aktionen
Viele Aktionen des Einzelhandels orientieren sich an den Jahreszeiten oder kalendarischen Terminen. Hier sind zu nennen

- Neujahr
- Valentinstag
- Karneval
- Ostern
- Muttertag
- Urlaubszeit
- Schulanfang
- Herbstfeste
- Halloween
- Advent
- Jahreswechsel

2. Anlassbezogene Aktionen
Aktionen können auch betriebliche, örtliche oder sortimentspolitische Anlässe aufnehmen, z. B.

- Umbau
- Filialeröffnung
- Geschäftsjubiläum
- Sortimentsveränderungen
- Produktneuheiten
- Stadtfest
- Verkaufsoffener Sonntag
- Jahrmarkt

3. Aktionen im Verbund
Viele Einzelhandelsunternehmen führen ihre Aktionen im Verbund durch, um die Aufmerksamkeitswirkung zu erhöhen, eigene Aufwendungen zu reduzieren oder bestimmte Artikel gezielt zu forcieren. Aktionen im Verbund werden mit örtlichen Einzelhändlern oder Dienstleistern anderer Branchen zu einem bestimmten Thema durchgeführt, z. B. Modenschauen mit Einzelhandel Bekleidung, Schuhe, Schmuck, Lederwaren, Blumen und Dienstleistern Friseur und Gastronomie. Aktionen im Verbund können aber auch von Werbegemeinschaften ausgehen und koordiniert werden. Aktionen im Verbund sind auch möglich in Zusammenarbeit mit einem oder mehreren Lieferanten, z. B. Perlen– oder Trauringaktionen im Uhren-Schmuck-Einzelhandel. Hier stellen Hersteller für den Aktionszeitraum vollständige Kollektionen als Kommissionsware, teilweise auch Personal, für den Einzelhandel zur Verfügung, der Einzelhandel sorgt für das lokale Marketing. Herstellerunterstützte Aktionen können sowohl einen direkten Waren- und Absatzbezug aufweisen als auch lediglich einen Unterhaltungswert bieten.

4. Veranstaltungsort für Aktionen
In den meisten Fällen finden Aktionen in den Geschäftsräumen des Einzelhandels statt. Sollten diese nicht ausreichen oder für die geplante Aktion nicht geeignet sein, können für Aktionen auch andere Räume angemietet werden, z. B. in der örtlichen Gastronomie, in Stadthallen oder Zelten.

In Abstimmung mit den Kommunen ist es teilweise auch möglich, Aktionen im öffentlichen Verkehrsraum, d.h. auf Bürgersteigen oder in der Fußgängerzone durchzuführen. Diese Möglichkeit besteht insbesondere bei Verbundaktionen der örtlichen Kaufmannschaft.

In jüngster Zeit ist auch das Internet als Aktionsplatz hinzugekommen. Hier hat der Einzelhandel die Möglichkeit, auf der eigenen Homepage virtuelle Aktionen anzubieten.

5. Aktionen der Einkaufszentren
Im Rahmen des gemeinschaftlichen Marketings legen Einkaufszentren großen Wert auf ständige Aktionen. Häufig wird jeden Monat eine andere Aktion durch das Center-Management organisiert und in den Räumen des Einkaufszentrums durchgeführt. Die dort ansässigen Einzelhändler können sich mit individuellen Aktionen an das jeweilige Thema anschließen. Weiter Informationen: Internet-Auftritte der Einkaufszentren, z.B. www.centro.de oder www.schadow-arkaden.de.

6. Fazit
Aktionen jedweder Art gehören zum klassischen Instrumentarium des Handelmarketings. Der Kreativität des Handels sind hier kaum Grenzen gesetzt.

Aktionsideen im Word-Format

Häufig wird für Aktionen zusätzliches und spezialisiertes Personal benötigt. Zu verweisen ist hier beispielsweise auf Catering-Unternehmen oder die Künstlerdienste der Bundesagentur für Arbeit. Auf Outdoor-Aktionen spezialisiert ist die Firma Ertl Karussell Land GmbH (www.ertl-karussell-land.de).

Eine Kundenbindung kann über Aktionen erreicht werden, da diese das Unternehmen in Erinnerung rufen, im Gespräch halten und über Kreativität und Erlebniswert von Aktionen Kompetenz vermitteln und Sympathiewerte schaffen können.

Weitere Literatur:
BBE-Praxis-Leitfäden,
Mehr Umsatz mit Aktionen I – III, Mehr Umsatz mit Koop-Aktionen






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