Kunden-Deckungsbeitragsrechnung

Die Deckungsbeitragsrechnung ist eine Variante der Teilkostenrechnung, bei der die Erlöse und die direkt zurechenbaren Kosten des jeweiligen Untersuchungsbereichs innerhalb einer bestimmten Abrechnungsperiode gegenüber gestellt werden. 

Bruttoumsazu zu Listenpreisen

- Preisnachlässe (Rabatte, Skonti)
- sonstige Erlösschmälerungen

= Nettoumsatz1

- Herstellungskosten
= Kunden- DB I
- dem Kunden zurechenbare Marketingkosten
(z. B. Direktmailing)
= Kunden- DB II
- dem Kunden zurechenbare Verkaufskosten
(z. B. Beratungsaufwand)
= Kunden- DB III
- dem Kunden zurechenbare Servicekosten
(z. B. kostenlose Reinigung)
= Kunden- DB IV

Entsprechend zur Definition werden bei der Kundendeckungsbeitragsrechnung nicht nur die Umsätze betrachtet, die mit dem jeweiligen Kunden erzielt werden, sondern auch die Kosten die der Kunde durch Marketing, Verkauf und Service „verursacht“.

Die Kundendeckungsbeitragsrechnung liefert damit zwar ein präziseres Bild des Kundenwertes als die reine Umsatzbetrachtung, allerdings werden auch hier ausschließlich „harte“ finanzielle Kennzahlen errechnet. Sogenannte „weiche“ Faktoren, wie beispielsweise das Weiterempfehlungspotenzial eines Kunden, bleiben unberücksichtigt. Hinzu kommt, dass der verursachungsgerechte Aufwand je Kunde oftmals nur schwer zu ermitteln ist, so dass auch bei der Kundendeckungsbeitragsrechnung die Erkenntnistiefe in aller Regel beschränkt bleibt.






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