Informationsquellen
Ansprechpartner und Datenbanken
Landesverbände, Banken sowie Industrie- und Handelskammern sind für einen Einzelhandelsunternehmer Ansprechpartner in Sachen Förderprogramme. Weitere Informationsquellen sind der HDE-Förderkalender, die Förderdatenbank des Bundesministeriums für Wirtschaft und Arbeit sowie das Internet.
1 Landesverbände des Einzelhandels
Ansprechpartner, an die ein Einzelhandelsunternehmer zuerst denkt, wenn er eine finanzielle Förderung in Anspruch nehmen will, ist die Hausbank. Mit Ausnahme der Bezuschussung von Unternehmensberatungen laufen alle Kredit- und Bürgschaftsanträge über die Hausbank. Dennoch führt unter Umständen der erste Schritt eines Einzelhändlers zu seinem Einzelhandelsverband.
Eine Liste mit den Anschriften der Landesverbände des Einzelhandels steht zum Download bereit.
2 Banken
Auch wenn in fast allen Fällen die Förderanträge (Darlehen, Bürgschaften u.a.) bei den Kreditinstituten (Hausbanken) einzureichen sind, ist es wichtig zu wissen, welche Institutionen letztlich die Fördermittel bereitstellen. Dies sind bei den Bundesprogrammen und teilweise auch bei der Gründungs- und Wachstumsfinanzierung (GuW) die Deutsche Ausgleichsbank (DtA) und die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW).
Deutsche Ausgleichsbank (DtA)
Ludwig-Erhard-Platz 1-3
53179 Bonn
Tel.: (0228) 831-0
Info-Line: (0228) 831-2400
Fax: (0228) 831-2255
Fax Bestellservice: (0228) 831-2130
Fax-Abruf Konditionen: (0228) 831-3300
Internet: http://www.dta.de
Deutsche Ausgleichsbank
Niederlassung Berlin
Postfach 41 10 66
12159 Berlin
Tel.: (030) 850 85-0
Fax: (030) 850 85-4299
Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW)
Palmengartenstr. 5-9
60325 Frankfurt am Main
Tel.: (069) 743 10
Fax: (069) 74 31-2944
Internet: http://www.kfw.de
Kreditanstalt für Wiederaufbau
Büro Berlin
Charlottenstr. 33/33a
10117 Berlin
Tel.: (030) 202 64-0
Fax: (030) 202 64-188
Daten über Förderbanken und sonstige Förderinstitutionen der Bundesländer sind im Kapitel „Länderprogramme“ zu finden, Daten über Bürgschaftsbanken im Kapitel „Sonstige Förderung“.
3 Industrie- und Handelskammern
Die 82 Industrie- und Handelskammern in Deutschland repräsentieren alle deutschen Unternehmen im Inland (ohne Handwerk, freie Berufe und Landwirtschaft). Diese Unternehmen sind per Gesetz Mitglied einer Industrie- und Handelskammer. Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) ist die Spitzenorganisation und repräsentiert die gesamte gewerbliche Wirtschaft in Deutschland.
Die Industrie- und Handelskammern nehmen zwar auch öffentlich-rechtliche Aufgaben wahr, vor allem aber stehen sie ihren Mitgliedsunternehmen als sachkundige Berater zur Verfügung. Die Kammern sichern insoweit auch die „Grundversorgung“ ihrer Mitglieder mit den notwendigen Wirtschaftsinformationen.
Deutscher Industrie- und Handelskammertag (DIHK)
Breite Str. 29
10178 Berlin
Tel.: (030) 20 308-0; Abt. Handel -2100/2101/2102
Fax: (030) 20 308-1000
Internet: http://www.ihk.de
Als Beispiel für die Organisation einer Industrie- und Handelskammer sollen die Zuständigkeiten in der IHK Berlin, soweit sie finanzielle Hilfen für den Handel betreffen, dienen. Hier gibt es den Bereich „Handel, Gastgewerbe und Tourismus“ einerseits, den Bereich „Gewerbeförderung, Existenzgründungsberatung“ andererseits.
4 Internet
Das Internet ist eine der wichtigsten Informationsquellen - insbesondere dann, wenn es um aktuelle Informationen, wie zum Beispiel die aktuellen Konditionen der verschiedenen Förderprogramme, geht. Aber auch detaillierte Beschreibungen der Förderprogramme sind im Internet zu finden. Die Internetadressen sind bei den Anschriften zu den Förderinstitutionen der Bundesländer (siehe Kapitel „Länderprogramme“) und bei der DtA und der KfW (siehe zweiten Abschnitt in diesem Kapitel) zu finden.
Auch bei den Adressen der Bürgschaftsbanken der Bundesländer (siehe Kapitel „Sonstige Förderung“) und bei den Landesverbänden des Einzelhandels (siehe Abschnitt 1 dieses Kapitels) sind die jeweiligen Internetadressen aufgeführt.
5 HDE-Förderkalender
Der HDE-Förderkalender informiert über staatliche Förderprogramme, die für den Handel von Bedeutung sind. Er zeigt, welche Programme zur Verfügung stehen und wie und wo Anträge auf Fördermittel zu stellen sind. Die dokumentierten Förderprogramme enthalten in der Regel neben dem vollständigen, amtlichen Richtlinientext auch eine Kurzübersicht und eine Checkliste, die eine schnelle Orientierung über die bestehenden Fördermaßnahmen ermöglichen.
6 Förderdatenbank des Bundesministeriums für Wirtschaft und Arbeit
Mit der Förderdatenbank des Bundes im Internet (http://www.bmwi.de) gibt die Bundesregierung einen Überblick über die Förderprogramme des Bundes und der Länder. Das Fördergeschehen wird in einer konsistenten Darstellung zusammengefasst; zudem werden die Zusammenhänge zwischen den einzelnen Programmen aufgezeigt.
7 Fazit
Die Informationsquellen bezüglich Förderprogrammen sind vielfältig. Besonders das Internet eröffnet die Möglichkeit, vertiefende Informationen der verschiedenen Anbieter von Fördermitteln bereitzustellen. Dennoch kann die Nutzung solcher Daten nur ein erster Schritt sein, bevor Finanzierungshilfen des Bundes oder der Länder in Anspruch genommen werden können. Das Beratungsangebot von Kammern und Verbänden, Unternehmens- und Steuerberatern sowie insbesondere der Hausbank kann nicht durch Informationen aus dem Internet ersetzt werden.