Finanzierungsquellen
Woher das benötigte Kapital kommt
Will ein Einzelhandelsbetrieb eine Investition tätigen, müssen Geldmittel zur Verfügung stehen. Für das Aufbringen des benötigten Geldes gibt es zwei Möglichkeiten: die Innen- und die Außenfinanzierung.
Innenfinanzierung bedeutet, dass das Kapital aus dem Betrieb selbst stammt. Ihre Bedeutung wird im Einzelhandel häufig unterschätzt. Dabei stellt sie eine der wichtigsten Finanzierungsquellen dar. Grundlage ist der Cashflow. Im Einzelnen funktioniert die Innenfinanzierung über die Nicht-Entnahme von Gewinnen (Selbstfinanzierung), die Abschreibungen von Vermögen (AfA) und die Nutzung langfristiger Rücklagen und Rückstellungen.
Außenfinanzierung bedeutet dagegen, dass das Kapital dem Unternehmen von außen zufließt und demnach nicht aus dem betrieblichen Umsatzprozess stammt. Die Mittelzuführung erfolgt hierbei im Wesentlichen durch Kreditaufnahme oder durch eine Beteiligung. Betrachtet man das Finanzierungsproblem von der Rechtsstellung des Kapitalgebers her, ergibt sich eine Zweiteilung. Dann unterscheidet man zwischen Eigen- und Fremdfinanzierung. Dies ist die gebräuchlichere Einteilung.
Jede Finanzierungsart hat für den Kapitalnehmer Vor- und Nachteile, die für den Einzelfall sorgfältig abgewogen werden müssen.
