| Umschlagsgeschwindigkeit | |
| ist eine Kennziffer, mit der der wirtschaftliche Einsatz von Beständen gemessen wird. Allgemeine Berechnungsformel: Umsatz geteilt durch den durchschnittlichen Bestand.
Die Bestände können verschiedener Art sein, wie beispielsweise der Warenbestand, der Forderungsbestand, der Eigenkapitalbestand. Dem gemäß lautet die Kennziffer dann: Lagerumschlag, Debitorenumschlag, Eigenkapitalumschlag. Die zentrale Kennzahl für die Steuerung der Warenwirtschaft in Handelsunternehmen ist die Umschlagsgeschwindigkeit des Warenbestandes. Sie sagt aus, wie oft ein Artikel bzw. das gesamte Warenlager in einer Periode umgesetzt wird, anders ausgedrückt, wie lange die Ware(n) durchschnittlich lagert(n). Für die obige Formel ist dabei zu beachten, dass entweder alles zu Verkaufspreisen oder alles zu Einkaufspreisen gerechnet wird. Dementsprechend ist der Umsatz entweder als Umsatz zu Verkaufspreisen oder als Umsatz zu Einkaufspreisen, das ist der Wareneinsatz, einzusetzen. Die gemäß der Umschlagsgeschwindigkeit gefertigten Renner- und Penner-Listen dienen zur Ausmerzung von Ladenhütern und zum Erkennen aller sich schnell umsetzenden Artikel. Daraus werden je nach Zielsetzungen der Unternehmenspolitik unterschiedliche Konsequenzen für die Sortimentspolitik (listen oder streichen), die Preispolitik (hohe oder niedrige Aufschläge) und die Kommunikationspolitik (werbliche Herausstellung in den Medien oder im Regal) abgeleitet. |
|
|
|
|
| © 2010 IBH RETAIL CONSULTANTS | |