Marktwirtschaft
ist der Begriff für eine ganz bestimmte Wirtschaftsordnung. Man unterscheidet in die freie und die soziale Marktwirtschaft. Die freie Marktwirtschaft ist eine Wirtschaftsordnung mit unbeschränktem Wettbewerb ohne Eingriffe des Staates. Sie existiert in reiner Form nicht. Die wichtigsten Merkmale sind:
  1. Der Staat produziert nicht selbst und beschränkt sich darauf, Kollektivbedürfnisse zu befriedigen.
  2. Der Staat garantiert das Eigentum.
  3. Der Markt ist Steuerungsorgan.
  4. Es besteht eine uneingeschränkte Gewerbefreiheit.
  5. Angebot und Nachfrage bestimmen den Umsatz und den Preis.

Da die freie Marktwirtschaft in dieser Form zu sozialen Härten führt, ist vom ersten Bundeswirtschaftsminister der Bundesrepublik Deutschland, Ludwig Erhard, die soziale Marktwirtschaft entwickelt und 1948 in Deutschland eingeführt worden. Sie herrscht bis heute vor. Sie sieht beschränkte staatliche Eingriffe vor.

Die soziale Marktwirtschaft stellt die freie Entfaltung von Unternehmen und Haushalten in den Vordergrund, will aber eventuell dadurch entstehende Marktmacht verhindern, um den Wettbewerb zu erhalten. In der sozialen Marktwirtschaft betätigt sich der Staat auch teilweise selbst als Unternehmer. Dadurch kann er das Marktgeschehen steuern. Auch sieht die soziale Marktwirtschaft vor allem Eingriffe von Seiten des Staates in die Sozial- und Beschäftigungspolitik vor. Darunter sind beispielsweise Unterstützungen einkommensschwacher Bevölkerungsgruppen und Bestrebungen zum Abbau von Arbeitslosigkeit zu verstehen.

 
 
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