| Limitplanung | |
| ist eine Methode der Einkaufsplanung. Mit ihr wird der Zeitpunkt und die Größenordnung der benötigten Ware nach Menge und Preis bestimmt. Die Limitrechnung erfolgt anhand detaillierter Daten aus der Buchhaltung und aus der Statistik. Die Planungsperioden können jährlich, halbjährlich, monatlich oder nach Saisons, je nach Branche und betrieblichen Bedürfnissen gewählt werden. Vom Grundsatz her läuft die Limitplanung wie folgt ab: Ausgangswert ist der geplante Umsatz sowie die geplante Kalkulation und die geplante Lagerumschlagsgeschwindigkeit. Mit Hilfe der geplanten Kalkulation wird der geplante Umsatz auf den Planwareneinsatz abgewertet. Dieser wird durch den geplanten Lagerumschlag geteilt. Man erhält damit die durchschnittliche, gewünschte Lagerhöhe. Vergleicht man diesen Bestand mit dem Inventurbestand, so ergibt sich in der Regel eine Differenz. Ist der Inventurbestand höher als der geplante Lagerbestand, muss das Lager abgebaut werden, ist er niedriger, muss das Lager angebaut werden. Das Limit oder der Wareneinkauf errechnet sich wie folgt: Wareneinsatz minus Lagerabbau oder plus Lageranbau gleich Limit. Von diesem einfachen Verfahren der Limitrechnung ist das sog. Höchstlagerverfahren zu unterscheiden, das beim geplanten Lagerbestand Höchstwerte vorgibt, die nicht überschritten werden dürfen. In der Regel wird nicht das ganze Limit für den Wareneinkauf freigegeben. Fast immer werden je nach Branche und Situation 10 bis 20% als Limitreserve für unerwartete Umsatzveränderungen und ungeplante Sondereinkäufe einbehalten. Da die Limitplanung eine Planungsrechnung ist, gehört zu ihr wie zu jeder Planung auch eine Kontrolle, nämlich die Limitkontrolle. |
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