kapitalintensiv
ist eine kennzeichnende Bezeichnung für die Bedeutung des Produktionsfaktors Kapital in einem Unternehmen oder Branche und meint hohen Kapitaleinsatz im Vergleich zum Personaleinsatz. Der Faktoreinsatz Arbeit ist in erheblichem Umfang durch den Faktoreinsatz Kapital substituiert. Das schlägt sich in einer starken Mechanisierung und Automatisierung der betrieblichen Leistungsprozesse nieder.

Die Kostenstruktur der Unternehmen ist dementsprechend durch einen im Vergleich zu anderen Kostenarten hohen Anteil an  Kapitalkosten (Abschreibungen, Zinsen) gekennzeichnet.

Die ständig steigenden Personalkosten haben generell in der Wirtschaft eine Tendenz zu vermehrtem Kapitaleinsatz eingeleitet. Personal wird, wo es geht, durch Kapital, das heißt durch die damit beschafften Rationalisierungsgüter, ersetzt.

Im Einzelhandel ist die Tendenz der steigenden Kapitalintensität ebenfalls festzustellen. Vor allem die Betriebsformen, die in Selbstbedienung verkaufen, ersetzen den Faktor Arbeit in hohem Maße durch Raum, die Selbstbedienung unterstützende Betriebsmittel und Ware, das heißt durch Kapital.

 
 
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