Internet
wird fälschlicherweise häufig mit dem bekanntesten Internetdienst dem World Wide Web gleichgesetzt. Dabei steht Internet als Kurzbezeichnung für Interconnected Networks und bezeichnet ein offenes dezentrales Computernetzwerk. Hierbei handelt es sich aber nicht um ein homogenes Netzwerk.

Was wir heute unter Internet verstehen, ist ein Verbund aus vielen kleinen, territorial oder organisatorisch begrenzten Netzen. Diese Netze besitzen eine Anbindung an die Backbones und damit an das Gesamtnetz. Die Adressierung erfolgt durch neunstellige IP-Adressen (Internet-Protokoll-Adresse), die vom Provider entweder fest, oder bei dynamischer Vergabe, zu Beginn der Online-Session, vergeben wird. Das Datenübertragungsprotokoll TCP/IP bildet dabei das Kernprotokoll für den Verbindungsaufbau und die Datenübermittlung.

Das wichtigste Merkmal dieses TCP/IP Protokolls ist, dass die zu versendenden Daten in mehrere Blöcke zerlegt werden und so aufgeteilt unabhängig voneinander zum Empfänger übertragen werden. Das Protokoll IP ist für die Zerlegung der Daten in kleine Blöcke sowie deren Adressierung zuständig, während TCP sicherstellt, dass die Blöcke in der richtigen Reihenfolge beim Empfänger ankommen. TCP nummeriert dazu jeden dieser Blöcke und schickt sie einzeln auf die Reise, ohne ihnen dabei einen bestimmten Weg vorzugeben. Beim Empfänger werden alle Blöcke gesammelt und zum Ausgangsdokument zusammengesetzt.

Das Internet stellt insgesamt sieben verschiedene Dienste zur Verfügung. Man kann diese Dienste zwischen „direkter Kommunikation“ (eMail, Usenet, IRC, Telnet) und „Informationsabruf“ (www, Gopher, FTP) unterscheiden. Die wohl bekanntesten Dienste sind www und eMail. Dagegen spielen Telnet und Gopher nur noch eine untergeordnete Rolle.

 
 
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