ABC-Analyse

ist ein Verfahren zur Schwerpunktanalyse, bei der die zu untersuchende Menge mittels definierter Grenzwerte im Zuge einer Dreiteilung (Gruppen A, B und C) klassifiziert und bewertet wird. Die Gruppe A verkörpert dabei im Hinblick auf das zu Grunde gelegte Kriterium die „besten“, die Gruppe C die „schlechtesten“ Elemente. Ziel dieser Auswertung ist das Erkennen von Konzentrationen als Voraussetzung für einen optimalen Ressourceneinsatz. Die ABC-Analyse eignet sich damit insbesondere zur Analyse umfangreicher Lieferanten-, Kunden- und Artikelstrukturen.

Vorgehensweise:

  • Zunächst wird für den zu untersuchenden Sach- bzw. Datenbereich ein geeignetes Auswertungskriterium festgelegt (beispielsweise Rohertrag, Umsatzanteil).
  • Anschließend werden die einzelnen Elemente nach diesem Kriterium entsprechend ihres anteiligen Wertes in absteigender Rangfolge angeordnet.
  • Danach werden – ausgehend vom Höchstwert – die Einzelwerte solange kumuliert, bis als erste Grenze etwa 80% des Gesamtwertes erreicht ist (= Gruppe A). Die nächste Grenze liegt dann bei ca. 90 bis 95% (= Gruppe B), die restlichen Positionen bilden die Gruppe C.

Hierbei erweist sich in der Praxis nicht selten, dass mit 20% aller verkaufter Artikel rd. 80% des Umsatzes erzielt werden. Mittels der ABC-Analyse können umfangreiche Datenpools auf relativ einfache Weise strukturiert und im Hinblick auf ihre Bedeutung für den Geschäftserfolg analysiert werden.

 
 
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