Wartungsverträge

Ihr Auto oder Motorrad und selbst ihren Benzin-Rasenmäher bringen Deutsche regelmäßig zur Wartung. Bei IT-Produkten sieht die Sache etwas anders aus. Da werkeln Halbwissende, vergleichbar mit den Hinterhofschraubern bei Autos, ein bisschen hier und ein wenig da. Dabei bieten Wartungsverträge erheblich mehr Optionen als lediglich die technische Wartung der IT-Anlage.

Im Bereich IT kann Wartung mehr als nur vorbeugen. Wenn etwa der Defekt der Anlage wegen fehlender Wartung auch beim Nervenkostüm der Mitarbeiter und bei der Auftragsgestaltung für Ausfälle sorgt, die völlig unnötig sind. Durch regelmäßige Wartung lassen sich oft schon im Vorfeld kleinere Fehler erkennen und vermeiden – etwa indem der Service-Mitarbeiter vor dem Systemabsturz fehlerhafte Anwendungen abschaltet oder neu installiert. Die Firmentechniker bemerken viele Störungen bereits im Vorfeld, bevor es zu ernsthaften Problemen kommt.

Ist es nicht die Hardware, die Schäden verursacht, kann es je nach IT-Dienstleister sogar vorkommen, dass die Hilfe bei allen anfallenden Problemen kostenlos angeboten wird oder dass gegen einen Pauschalbetrag für einen fest begrenzten Zeitraum jeglicher Besuch des Technikers kostenlos ist. Der Wert der gekauften oder geleasten Anlage ist dabei meist Gradmesser, um die Höhe des Wartungs-Obulus zu errechnen. Die Anwender können in so einem Fall stets Hilfe in Anspruch nehmen, ohne über anfallende Kosten nachdenken zu müssen. Daraus ergibt sich ein gewünschter, günstiger Nebeneffekt: Die IT-Abteilung des jeweiligen Users hält auch bei kleinen Problemen den Kontakt zum Service-Provider aufrecht, was einer guten und effektiven Zusammenarbeit zuträglich ist.

Ebenfalls von nicht unerheblicher Bedeutung ist neben der reinen Wartung der Update- und Service-Aspekt. Das sofortige Softwareupdate bei Bekanntwerden von Sicherheitsproblemen oder Viren- bzw. Wurmattacken kann die Zuverlässigkeit der Sicherheits-, Kommunikations- und Informationssysteme gewährleisten.

Nicht zu unterschätzen ist bei kleinen wie auch größeren IT-Installationen die jährliche Systemrevision und damit verbunden eine komplette Software-Neuinstallation. Durch diese jährliche Revisionsmaßnahme wird
das System regelmäßig und vorbeugend gewartet. 
das System stets auf aktuellem Softwarestand gehalten.
das Beheben von Systemstörungen schneller möglich, was wiederum kostspielige Ausfallzeiten minimiert

Außerdem lassen sich dadurch der Einbau technischer Erweiterungen – schließlich lebt die IT-Branche von Innovationen – und die Umgestaltung der IT-Anlagen für hinzukommende Anwendungen stark vereinfachen. Nicht selten können bereits vor der Implementierung einer neuen Anwendung durch die Regelmäßigkeit und Vorausschau der Wartung solche Installationen vorbereitet werden. Auch die Dokumentation wird bei dieser Gelegenheit geprüft und aktualisiert.

Und so wie sich die Technologie permanent weiter entwickelt, um immer komplexere Arbeitsvorgänge zu unterstützen, so entwickeln auch Wartungs-Provider ihre Angebote und Wartungsverträge sinnvollerweise regelmäßig weiter, um sie an die sich fortwährend ändernden Verhältnisse im IT-Bereich anzupassen.






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