Schärfentiefe

Größe von Chip und Einzelsensoren relevant

Die Schärfentiefe nimmt in der digitalen Fotografie denselben Stellenwert ein wie bei den traditionellen Analogfotos. Allerdings unterscheiden sich digitale und analoge Kameras in ihren Fähigkeiten, denn Digitalkameras bieten dem Betrachter einen subjektiv größeren Bereich der Schärfentiefe.

Schärfentiefe 1



1 Chipgröße
Die CCD-Sensoren besitzen eine deutlich kleinere Aufnahmefläche gegenüber dem üblichen Kleinbildfilm. Aus diesem Grund müssen Objektive von Digitalkameras mit einer erheblich niedrigeren Brennweite arbeiten, um den gleichen Bildausschnitt des Fotos auf der kleinen Aufnahmefläche abzubilden. Dies bedeutet jedoch auch einen erheblich weiteren Schärfentiefebereich, weil die Regel aus der analogen Fotografie, wonach die Schärfentiefe mit höherer Brennweite immer mehr abnimmt, bei Digitalkameras zwar auch zutrifft, sie aber eben grundsätzlich mit weitaus geringeren Brennweiten arbeiten.

Schärfentiefe 2



2 Größe der Einzelsensoren
Viele Digitalkameras sind auch aus einem anderen Grund in der Lage, eine subjektiv höhere Schärfentiefe zu erreichen. Das liegt in erster Linie daran, dass die produzierten Bilder aus Pixeln bestehen. Auf einem Filmfoto werden Punkte im Bild, die nicht mehr im absoluten Schärfebereich liegen, allmählich größer und verschwimmen.

Dieses „Verschwimmen“ der Punkte spielt sich aber in Größenordnungen ab, die mit dem menschlichen Auge im Einzelnen nicht zu erkennen sind - lediglich der Gesamteindruck vieler verschwommener Punkte macht deutlich, dass eine Partie im Bild bereits in der Unschärfe liegt. Wenn nun aber diese verschwommenen Bildpunkte noch kleiner sind als die einzelne CCD-Zelle des Bildsensors in der Digitalkamera, wird bis zu dem Grenzwert, bei dem der unscharfe Bildpunkt erst in die Nachbar-Sensoren „hineinragt“, die Partie als scharf wiedergegeben. Für das Auge des Betrachters ist die Schärfe des digitalen Bildes in einem größeren Bereich gegeben.

3 Schwierigkeiten in der Porträtfotografie
Das Problem macht sich vor allen Dingen bei Porträtaufnahmen bemerkbar. Normalerweise sind Fotografen bemüht, die porträtierte Person durch eine geringe Schärfentiefe vor einem unscharfen Hintergrund abzubilden. Dadurch wird der Blick des Betrachters unweigerlich auf die Person gelenkt. Mit Digitalkameras ist dieser Effekt schwieriger zu erreichen, der Fotograf muss versuchen, die Aufnahme mit einer höheren Brennweite und mit der größtmöglichen Blende aufzunehmen, um einen entsprechenden Unschärfeeindruck für den Hintergrund zu erreichen.

Ein Programm zur Berechnung der Schärfentiefe gibt es unter http://www.uni-giessen.de/~gk1030/div/Schaerfe.html.

Weiterführende Links:
http://www.wrotniak.net/photo/dof/
http://www.digitalkamera.de






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