Digital TV

Digitales Fernsehen ist mehr

Anfang der 1990er Jahre wurde in Europa der Grundstein für das digitale Fernsehen gelegt. Aus einer Arbeitsgruppe wurde ein Projektbüro in Genf, aus einer Idee wurde ein weltweit anerkannter und weltweit eingesetzter Standard: DVB. DVB steht für Digital Video Broadcast, also digitale Fernsehübertragung.

Digitales Fernsehen bietet aber mehr als nur eine neue technische Realisierung oder Umwandlung der Signale. Es ist auch deutlich wirtschaftlicher. In einem herkömmlichen Übertragungskanal kann nur ein Programm analog befördert werden. Nimmt man dagegen digitale Signale, so passen bis zu acht Programme in den gleichen Übertragungskanal. Bei der terrestrischen Übertragung bekommt man für annähernd die gleichen Kosten vier digitale Programme anstatt eines einzelnen analogen Programms.

Digitales Fernsehen ermöglicht aber auch ein neues Medium mit einer Vielfalt von neuen Programmen und Anwendungen. Es wurde geschaffen zum Beispiel für elektronische Programmführer, Zusatzinformationen zu TV-Programmen, Spiele, interaktive On-Demand-Dienste, e-Commerce und interaktive Werbeformen.

Wie beim analogen Fernsehen, gibt es auch bei der digitalen Übertragung drei Wege zum TV-Empfänger: terrestrisch, über Kabel oder Satellit. Entsprechend des Übertragungsweges gibt es jeweils Abwandlungen des DVB-Standards. So wird DVB-T für die terrestrische Übertragung, DVB-C für das Kabel und DVB-S für die Satellitenübertragung eingesetzt.






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