Heimkino
Das Pantoffelkino
Das Wohnzimmer wird zum Lebensmittelpunkt und Lifestyle-Center durch Home Cinema. Moderne Technik macht möglich, was im puschigen TV-Zeitalter nicht möglich war. Ein Rundum-Erlebnis der besonderen Art. Wenn die Ausstattung stimmt.
Nur die wenigsten Menschen in Deutschland verfügen über Wohnzimmer, die über 40 und mehr Quadratmeter verfügen. Eigenheimbesitzer alten Schlages haben sich eventuell einen solchen Luxus geleistet. Oder Großgrundbesitzer, bei denen es auf ein paar Quadratmeter mehr oder weniger nicht so ankam.
Wenn also das Wohnzimmer so groß ist, wie auf dem Foto (Heimkino), ist die Empfehlung klar: Entweder großformatige Plasma- bzw. LCD-Monitore oder Projektoren mit Leinwand. Oder ein LCOS, der mit 140 Zentimeter Diagonale auch nicht schmalbrüstig ist. Die Komponenten für das Heimkino können entweder als einzelne Bausteine aus leistungsstarken Playern, Verstärkern und Lautsprechern bestehen, oder eine Paketlösung von einem renommierten Hersteller umfassen. Wichtig: Möglichst unauffällige Verkabelung sollte ebenso gewährleistet sein, wie die Leistung der Komponenten auf die Raumgröße ausgerichtet sein muss. Die Optionen für den Berater sind fast grenzenlos, wenn der Budgetrahmen erst einmal festgelegt ist.
Normale Wohnzimmer, gerne auch mit einem offenen Essplatz kombiniert, sind schon beratungsintensiver. Der Fernseher, sofern es denn eine Röhre sein darf, sollte nicht so groß sein, dass er den Raum beherrscht. Diagonalen von 70 Zentimeter aufwärts reichen aus, wenn eine Wand für das Bild reserviert ist. Steht der Fernseher in der Ecke, reichen kleinere Diagonalen.
Beim Raumklang scheiden sich die Geister. Während die Damen eher zu Boxen von bescheidenem Ausmaß tendieren, neigen viele Männer nach wie vor zu 3-Wege Lautsprechern, was bei einem Surround-System mit fünf Speakern und einem Sub (Tiefton) schnell ein kleineres Wohnzimmer füllen kann. Wenn dann noch massive Einzelkomponenten wie Vor- und Endstufe, Surround-Prozessor und DVD-Gerätschaften dazu kommen, dürften dem Verkäufer schnell die Argumente ausgehen. Vielleicht empfiehlt sich dann eher ein Mittelweg, der ein TV-Gerät auf einem Design-Rack mit mehreren Regaleinlagen für zwei bis drei weitere Bausteine kombiniert. Und da es inzwischen diverse edel geformte Surround-Sets mit bescheidenem Raumvolumen gibt, wäre das Heimkino okay und der Frieden im Hause sichergestellt.
Raum ist zwar in der kleinsten Hütte, aber oft sind Singles nicht allzu üppig mit Quadratmetern versorgt. Das Wohnzimmer ist nicht selten eine Kombination aus Schlaf-, Ess- und Wohnzimmer, wobei der Unterhaltung zwar großer Wert beigemessen wird. Aber sie soll möglichst nicht zu Raum greifend sein. Ein LCD-Monitor mit integriertem TV-Tuner, der wahlweise am Rechner arbeitet, wie in der Freizeit für Entertainment sorgen kann, ist hier sicherlich die beste Lösung. Für das heimelige Kinoerlebnis im Appartement kann dann eine der genialen Mini-Anlagen sorgen, bei der die Elektronik im Subwoofer versteckt ist und die Lautsprecher sich geschickt ins Bücherregal einfügen. Das schafft neue Erlebniswelten, ohne den Raum in eine Elektronik-Wüste zu verwandeln.
Fragen kostet nichts. Wenn also der Kauf einer Heimkino-Anlage in Betracht gezogen wird, lohnt es sich in jedem Fall, Daten zu erfragen. Wie groß ist der Raum, wo liegen Türen, Fenster und Wände, wie ist der Bodenbelag gestaltet usw. usw.. Nach diesem Interview mit dem potentiellen Kunden ist dem Verkäufer eher klar, in welche Richtung der Zug abfahren kann. Ob Single, Ehepaar mit Haustieren oder Familie mit Kindern, es gibt für jeden Typ und für jeden Anspruch eine Lösung im Bereich Heimkino. Und natürlich auch für jeden Geldbeutel.
Der Verkäufer sollte sich regelmäßig selbst die im Laden installierte „Anlage“ anhören und ansehen. Dann kann er ein Potpourri aus Musik und DVDs zusammenstellen, das eindrücklich die Leistung in einer bestimmten Preisklasse demonstriert. Und wenn der Kunde eigene Musik oder DVDs mitbringt, umso besser. Führen sie alle technischen Möglichkeiten bei der Surround-Gestaltung vor, weisen sie auf Defizite genauso hin wie auf die großen Vorteile.