Breitband
Das gute alte Telefonnetz war mit seiner Aufgabe, Sprache zu übertragen voll und ganz ausgelastet. Aber zu Beginn des digitalen Zeitalters kamen findige Köpfe auf die Idee, über eben jenes Telefonnetz auch digitale Daten von einem Punkt zum anderen zu schicken. Dazu benutzte man die so genannten Modems. Das Wort Modem ist als Kurzform aus den beiden Worten Modulator und Demodulator entstanden. Das Modem hat die Daten für die Übertragung auf der Telefonleitung fit gemacht. Mit zunehmender Digitalisierung war dieser Weg nicht mehr leistungsfähig genug. Man erfand ISDN. Doch auch ISDN war bald nicht mehr in der Lage, die Datenmenge in einer akzeptablen Zeit „über den Draht“ zu schicken. Die Lösung zur Übertragung großer Datenmengen heißt Breitband oder DSL (DSL = Digital Subscriber Line). Mit Breitband wird allgemein die Möglichkeit der schnellen Datenübertragung mit großen Datenvolumen über das Telefonnetz bezeichnet. Je nach Anforderung und den Gegebenheiten vor Ort stehen unterschiedliche Technologien zur Auswahl: Kabel, DSL, Powerline, W-LAN und UMTS.
Im Jahr 2015 wird es 31,8 Millionen Internetzugänge in Deutschland geben, davon 28,8 Millionen Breitbandanschlüsse. Somit wären dann rund 65 Prozent aller Haushalte in Deutschland an das breitbandige Internet angeschlossen, so eine Marktschätzung des „Münchner Kreis“.
